Wenn der Tittenbonus versagt

Gaming with Friends – Teil 1

Es gibt nichts Besseres als zocken. Richtig! Halt wobei nein! FALSCH! Es gibt etwas Besseres. Und bevor ihr jetzt denkt, ich hab in Street Fighter zu oft einen an die Birne und in die Weichteile bekommen, muss ich das schnell näher erläutern: Es gibt etwas, das besser ist als zocken. Nämlich zocken mit Freunden. Freunde machen alles lustiger und lebenswerter. Deshalb spiele ich kaum Single-Player-Spiele und freue mich riesig, wenn meine Freunde online sind und auf meine Spieleinladung reagieren heart-bullet

Es gibt aber Sätze, die will man von Freunden nicht hören. Insbesondere dieser:

Hey wie süß, der Schmetterling! …

… denn ungefähr so war der genaue Wortlaut, der die gesamte Gruppe innerhalb weniger Sekunden auslöschte. Wir waren zu fünft in der Terasse der Magister, als diese nagelneu in World of Warcraft erschienen ist. Wer damals schon dabei war, der weiß wie knackig diese Ini in den ersten Wochen war. Man musste wirklich gut equipped sein und seine Klasse zu spielen wissen. Sonst war es aus. Ein Restodruide, der Schmetterlingen nachglotzte, war dort so verkehrt, wie Dildos statt Kerzen auf einer Geburtstagstorte. Oder selbige Geburtstagstorte auf einer Beerdigung. Und genau das war es. Eine Beerdigung. Weil die Heilerin lieber virtuelle Würmer mit Flügeln dran beobachtete, anstatt ihre Mitspieler am Leben zu erhalten.
Ich hatte das Glück Schurke zu spielen und dem Tod jedes Mal zu entgehen. So konnte ich ihr in typischer Schurkenmanier fachgerecht und kompetent wertvolle Tipps geben, bis unsere Gruppenmitglieder wieder lebendig waren:

ks

Aber ich schweife ab. Eigentlich soll es heute um Freunde gehen. Wer sich jetzt fragt, was Freunde mit oben genanntem Szenario zu tun haben, der sollte sich folgende Gegenfrage durch den Kopf gehen lassen: Hast du nicht auch Freunde, die du wahnsinnig gern magst, solange sie nicht mit dir zocken? Genau, die meine ich. Sie sind total lieb, lachen mit dir, nehmen dich in den Arm wenn du traurig bist und wollen möglichst viel Zeit mit dir verbringen. Auch ingame. Und dann ist es höchste Zeit das Weite zu suchen, sämtliche Accounts neu anzulegen, die Handynummer zu ändern und in eine möglichst fremde Stadt ziehen.
Zum Beispiel nach Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Wäre so meine erste Wahl. Wales soll schön sein und bei dem Namen findet mich eh keiner mehr.

Ich selbst habe auch so einen Freund, besser gesagt Freundin. Als weibliches Wesen möchte ich ja nicht so auf Klischees herumreiten, aber man sagt Frauen oft nach, dass sie nicht zocken können. Auf diese Frau trifft das dummerweise irgendwie zu.
Nennen wir sie mal der Einfachheit halber und der Anonymität zuliebe KS. Denn das passt wie die Faust aufs Auge. Unter anderem, weil sie ein großes Hobby in League of Legends (LoL) hat: Kill Steal. Als Supporter! Während der ADC (das bin meistens ich) nackt rumrennt und nicht mal nen süßen Schmetterling tot bekommt – weil er keine Kills erzielt hat, folglich kein Gold bekommt und somit weder Waffen noch Rüstung hat *haare rauf*

So beschloss ich mit meiner lieben KS besser ein anderes Spiel zu spielen: Heroes of the Storm (HotS). Ist im Prinzip wie LoL, aber man muss sich nicht um Kills scheren, weil es dafür keine Goldbelohnung gibt. Ich fühlte mich sicher und dachte, es kann nix mehr schief gehen. Aber dann spielte sie Nova.

Nova ist eine tolle Heldin. Ich spiele sie auch sehr gerne. Sie kann sich unsichtbar machen, aus dem Nichts erscheinen und mit Mörderschaden die gegnerischen Spieler auspusten. Dabei sieht sie noch klasse aus und hat Rollschuhe und ne Knarre. Alles was sich Frau so wünscht.

Nova

KS hingegen spielt eine andere Interpretation von Nova als ich: Sie geht Lanes clearen. Für die Leute, die sich in der Welt von HotS, LoL und ähnlichem nicht auskennen, ihr müsst nicht wissen was Lanes sind. Ich versuche es mal anschaulich zu erklären: Mit Nova Lanes zu clearen ist, als würde man beim Umzug Schrauben mit einem Hammer in die Wand hauen. Was ja noch nicht so schlimm wäre. Aber nebenbei heult der beste Freund neben einem, weil er die Schrauben für das neue Ikea-Regal braucht und keinen Plan hat, wie er stattdessen die Nägel mit dem Schraubenzieher in das Holz bekommen soll. SM-Spielchen sind ein Dreck dagegen. Kennt man KS aus dem Real Life, weiß man, dass das es sich dabei um eine ganz normale, nicht annähernd überspitzte und reale Situation handelt *seufz*

Wer jetzt denkt, ich bin gemein und ziehe nur über meine beste Freundin her, den kann ich beruhigen. Ich mag sie trotzdem … so irgendwie … in besoffenem Zustand 😉
Und der Fairness halber beichte ich in Gaming with Friends – Teil 2, was meine Freunde mit mir eigentlich so alles ertragen müssen.

Eure Sunny.

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